Präventionsreife in kleinen und mittleren Unternehmen: Analyse hinsichtlich Präventionswillen, Präventionsinfrastruktur und des Umsetzungsgrads gesundheitsförderlicher Maßnahmen

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Großunternehmen haben die zunehmende Relevanz von betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) erkannt und Maßnahmen integriert. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) reagieren zurückhaltender. Das Ziel der vorliegenden Studie liegt in der Erfassung der Präventionsreife und des Umsetzungsgrades von BGF in KMU.

In Form einer Querschnittsstudie wurden KMU (n = 36) des TechnologieParks Köln untersucht. Pro Unternehmen füllte ein Arbeitnehmer stellvertretend für alle Angestellten einen Fragebogen aus. Dabei spielte die berufliche Stellung der Person keine Rolle. Der Fragebogen erfasste Präventionsreife, den Umsetzungsgrad von BGF in KMU und BGF-Merkmale. In der Auswertung wurde der Zusammenhang der BGF-Merkmale mit der
Präventionsreife betrachtet.

Etwa 50% der befragten KMU setzen BGF um. 13 KMU weisen eine hohe, hingegen 18 eine geringe Präventionsreife auf. Der Präventionswillen ist im Mittel gering (Mittelwert [M] ± Standardabweichung [SD] = 5,07±3,23). Hingegen wird der Cut-off-Wert für eine vorhandene Präventionsinfrastruktur im Mittel erreicht (M±SD=2,69±2,76). Unternehmensgröße, Informationsstand, Durchführung und Umsetzbarkeit von BGF-Maßnahmen korrelieren signifikant (p≤0,05) mit Präventionswillen und Präventionsinfrastruktur.

KMU stellen eine wichtige Zielgruppe für BGF-Maßnahmen dar. Durch gezielte Maßnahmen wie eine verstärkte Informationspolitik, Ressourcenstärkung und KMU-Netzwerken kann die Präventionsreife von KMU gestärkt und der Umsetzungsgrad von BGF-Maßnahmen erhöht werden.
Original languageGerman
JournalPrävention und Gesundheitsförderung
Volume14
Issue number4
Pages (from-to)398 - 402
Number of pages5
ISSN1861-6755
DOIs
Publication statusPublished - 01.11.2019

ID: 3606580

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