Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992

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Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992. / Hangebrauck, Jan.

Baden-Baden : Academia Verlag, 2020. 464 p. (Stadion; Vol. Sonderband).

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Hangebrauck, J 2020, Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992. Stadion, vol. Sonderband, Academia Verlag, Baden-Baden.

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Hangebrauck, J. (2020). Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992. (Stadion; Vol. Sonderband). Academia Verlag.

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Hangebrauck J. Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992. Baden-Baden: Academia Verlag, 2020. 464 p. (Stadion).

Bibtex

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title = "Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in S{\"u}dafrika 1956-1992",
abstract = "Die vorliegende Arbeit geh{\"o}rt dem Forschungsfeld der transnationalen Sportgeschichte an. Mittels eines historischen Vergleichs wird untersucht, wodurch die sportbezogenen Proteste in S{\"u}dafrika, aber auch internationale Proteste gegen das Apartheid-Regime in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren charakterisiert waren und welche politischen Positionen verschiedene soziale und gesellschaftliche Akteure dieser Form des Widerstands gegen{\"u}ber einnahmen. Als Fallbeispiele wurden neben S{\"u}dafrika das Vereinigte K{\"o}nigreich, die Bundesrepublik Deutschland und die DDR gew{\"a}hlt. Es wird insbesondere die Haltung der Regierungen der jeweiligen L{\"a}nder, ausgew{\"a}hlter Sportverb{\"a}nde und Zeitungen sowie der 1959 in England gegr{\"u}ndeten Anti-Apartheid Movement untersucht. Dar{\"u}ber hinaus werden die Interaktionen und Kooperationen der genannten Akteure in ihrem Kampf gegen die Apartheid im Sport analysiert – sofern sie sich hieran beteiligten.Die Studie konzentriert sich auf den Zeitraum von 1956 bis 1992. Der Ausschluss der South African Table Tennis Federation aus der International Table Tennis Federation im Jahr 1956 infolge der Diskriminierung von Angeh{\"o}rigen nichtwei{\ss}er Bev{\"o}lkerungsgruppen durch Vertreter des Apartheidsystems stellt eine bedeutende Z{\"a}sur im internationalen Umgang mit der Rassentrennung im Sport dar. Nach dem Ausschluss S{\"u}dafrikas aus der Olympischen Bewegung im Jahr 1970, dem zahlreiche Ausschl{\"u}sse aus internationalen Sportverb{\"a}nden folgten, war S{\"u}dafrika nahezu vollst{\"a}ndig vom internationalen Sport isoliert. Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde die R{\"u}ckkehr des Landes in den internationalen Sport besiegelt.Zur Haltung gesellschaftlicher und politischer Akteure zu Protesten gegen die Apartheid gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Publikationen. Vonseiten der Forschung werden jedoch intensive transnationale Aktivit{\"a}ten zivilgesellschaftlicher Akteure, insbesondere der westeurop{\"a}ischen Anti-Apartheid-Bewegung, konstatiert. Bisweilen wird gar das Entstehen einer „global civil society” als Folge transnationaler Proteste durch diese Bewegung angenommen.Zentrale Methoden der Arbeit sind neben dem historischen Vergleich und qualitativen Experteninterviews eine ausf{\"u}hrliche Dokumenten- und Diskursanalyse von in den untersuchten L{\"a}ndern gef{\"u}hrten Debatten {\"u}ber die Apartheid im Sport und {\"u}ber die sportbezogenen Proteste gegen dieses System. In der vorliegenden Studie wird nach zentralen Aussagen, Argumentationsstrukturen und Standpunkten in diesen Debatten gefragt. Wesentliches Ziel der Arbeit ist eine eigenst{\"a}ndige Bewertung des Ausma{\ss}es und der zentralen Merkmale transnationaler Vernetzungen apartheidkritischer Akteure.",
author = "Jan Hangebrauck",
note = "zugl. Diss. DSHS 2018",
year = "2020",
language = "Deutsch",
isbn = "978-3-89665-909-5",
series = "Stadion",
publisher = "Academia Verlag",

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RIS

TY - BOOK

T1 - Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992

AU - Hangebrauck, Jan

N1 - zugl. Diss. DSHS 2018

PY - 2020

Y1 - 2020

N2 - Die vorliegende Arbeit gehört dem Forschungsfeld der transnationalen Sportgeschichte an. Mittels eines historischen Vergleichs wird untersucht, wodurch die sportbezogenen Proteste in Südafrika, aber auch internationale Proteste gegen das Apartheid-Regime in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren charakterisiert waren und welche politischen Positionen verschiedene soziale und gesellschaftliche Akteure dieser Form des Widerstands gegenüber einnahmen. Als Fallbeispiele wurden neben Südafrika das Vereinigte Königreich, die Bundesrepublik Deutschland und die DDR gewählt. Es wird insbesondere die Haltung der Regierungen der jeweiligen Länder, ausgewählter Sportverbände und Zeitungen sowie der 1959 in England gegründeten Anti-Apartheid Movement untersucht. Darüber hinaus werden die Interaktionen und Kooperationen der genannten Akteure in ihrem Kampf gegen die Apartheid im Sport analysiert – sofern sie sich hieran beteiligten.Die Studie konzentriert sich auf den Zeitraum von 1956 bis 1992. Der Ausschluss der South African Table Tennis Federation aus der International Table Tennis Federation im Jahr 1956 infolge der Diskriminierung von Angehörigen nichtweißer Bevölkerungsgruppen durch Vertreter des Apartheidsystems stellt eine bedeutende Zäsur im internationalen Umgang mit der Rassentrennung im Sport dar. Nach dem Ausschluss Südafrikas aus der Olympischen Bewegung im Jahr 1970, dem zahlreiche Ausschlüsse aus internationalen Sportverbänden folgten, war Südafrika nahezu vollständig vom internationalen Sport isoliert. Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde die Rückkehr des Landes in den internationalen Sport besiegelt.Zur Haltung gesellschaftlicher und politischer Akteure zu Protesten gegen die Apartheid gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Publikationen. Vonseiten der Forschung werden jedoch intensive transnationale Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Akteure, insbesondere der westeuropäischen Anti-Apartheid-Bewegung, konstatiert. Bisweilen wird gar das Entstehen einer „global civil society” als Folge transnationaler Proteste durch diese Bewegung angenommen.Zentrale Methoden der Arbeit sind neben dem historischen Vergleich und qualitativen Experteninterviews eine ausführliche Dokumenten- und Diskursanalyse von in den untersuchten Ländern geführten Debatten über die Apartheid im Sport und über die sportbezogenen Proteste gegen dieses System. In der vorliegenden Studie wird nach zentralen Aussagen, Argumentationsstrukturen und Standpunkten in diesen Debatten gefragt. Wesentliches Ziel der Arbeit ist eine eigenständige Bewertung des Ausmaßes und der zentralen Merkmale transnationaler Vernetzungen apartheidkritischer Akteure.

AB - Die vorliegende Arbeit gehört dem Forschungsfeld der transnationalen Sportgeschichte an. Mittels eines historischen Vergleichs wird untersucht, wodurch die sportbezogenen Proteste in Südafrika, aber auch internationale Proteste gegen das Apartheid-Regime in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren charakterisiert waren und welche politischen Positionen verschiedene soziale und gesellschaftliche Akteure dieser Form des Widerstands gegenüber einnahmen. Als Fallbeispiele wurden neben Südafrika das Vereinigte Königreich, die Bundesrepublik Deutschland und die DDR gewählt. Es wird insbesondere die Haltung der Regierungen der jeweiligen Länder, ausgewählter Sportverbände und Zeitungen sowie der 1959 in England gegründeten Anti-Apartheid Movement untersucht. Darüber hinaus werden die Interaktionen und Kooperationen der genannten Akteure in ihrem Kampf gegen die Apartheid im Sport analysiert – sofern sie sich hieran beteiligten.Die Studie konzentriert sich auf den Zeitraum von 1956 bis 1992. Der Ausschluss der South African Table Tennis Federation aus der International Table Tennis Federation im Jahr 1956 infolge der Diskriminierung von Angehörigen nichtweißer Bevölkerungsgruppen durch Vertreter des Apartheidsystems stellt eine bedeutende Zäsur im internationalen Umgang mit der Rassentrennung im Sport dar. Nach dem Ausschluss Südafrikas aus der Olympischen Bewegung im Jahr 1970, dem zahlreiche Ausschlüsse aus internationalen Sportverbänden folgten, war Südafrika nahezu vollständig vom internationalen Sport isoliert. Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde die Rückkehr des Landes in den internationalen Sport besiegelt.Zur Haltung gesellschaftlicher und politischer Akteure zu Protesten gegen die Apartheid gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Publikationen. Vonseiten der Forschung werden jedoch intensive transnationale Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Akteure, insbesondere der westeuropäischen Anti-Apartheid-Bewegung, konstatiert. Bisweilen wird gar das Entstehen einer „global civil society” als Folge transnationaler Proteste durch diese Bewegung angenommen.Zentrale Methoden der Arbeit sind neben dem historischen Vergleich und qualitativen Experteninterviews eine ausführliche Dokumenten- und Diskursanalyse von in den untersuchten Ländern geführten Debatten über die Apartheid im Sport und über die sportbezogenen Proteste gegen dieses System. In der vorliegenden Studie wird nach zentralen Aussagen, Argumentationsstrukturen und Standpunkten in diesen Debatten gefragt. Wesentliches Ziel der Arbeit ist eine eigenständige Bewertung des Ausmaßes und der zentralen Merkmale transnationaler Vernetzungen apartheidkritischer Akteure.

M3 - Dissertationsschrift

SN - 978-3-89665-909-5

T3 - Stadion

BT - Sportbezogener Protest gegen die Apartheid in Südafrika 1956-1992

PB - Academia Verlag

CY - Baden-Baden

ER -

ID: 5560987