Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur: Wirkung auf Schädigungs- und Entzündungsmarker

Publications: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference contribution - Published abstract for conference with selection processResearchpeer-review

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Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur : Wirkung auf Schädigungs- und Entzündungsmarker. / Quittmann, Oliver Jan; Haiduk, Björn; Nagel, Beatrix et al.

46. Deutscher Sportärztekongress: Sportmedizin: Innovationen & Positionen. Vol. 7-8/2015 Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2015. p. 184.

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Quittmann, OJ, Haiduk, B, Nagel, B, Walter, T, Nitzge, M, Schiffer, T, Wahl, P, Bloch, W & Tagarakis, C 2015, Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur: Wirkung auf Schädigungs- und Entzündungsmarker. in 46. Deutscher Sportärztekongress: Sportmedizin: Innovationen & Positionen. vol. 7-8/2015, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, pp. 184, Deutscher Sportärztekongress, Frankfurt am Main, Germany, 11.09.15.

APA

Quittmann, O. J., Haiduk, B., Nagel, B., Walter, T., Nitzge, M., Schiffer, T., Wahl, P., Bloch, W., & Tagarakis, C. (2015). Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur: Wirkung auf Schädigungs- und Entzündungsmarker. In 46. Deutscher Sportärztekongress: Sportmedizin: Innovationen & Positionen (Vol. 7-8/2015, pp. 184). Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin.

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Quittmann OJ, Haiduk B, Nagel B, Walter T, Nitzge M, Schiffer T et al. Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur: Wirkung auf Schädigungs- und Entzündungsmarker. In 46. Deutscher Sportärztekongress: Sportmedizin: Innovationen & Positionen. Vol. 7-8/2015. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 2015. p. 184

Bibtex

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title = "Sto{\ss}wellenbehandlung der Skelettmuskulatur: Wirkung auf Sch{\"a}digungs- und Entz{\"u}ndungsmarker",
abstract = "Einleitung / Problemstellung: Die extrakorporale Sto{\ss}wellenbehandlung wird bei unterschiedlichen Erkrankungen und zur Regeneration verschiedener Gewebe eingesetzt. Um zu untersuchen, inwieweit Sto{\ss}wellen Sch{\"a}digungs- oder Entz{\"u}ndungsprozesse ausl{\"o}sen k{\"o}nnen, wurde in der vorliegenden Pilotstudie ihr Einfluss auf die Serumkonzentration der Creatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH) Endostatin und den Hemmungsfaktor der Makrophagenmigration (MIF) untersucht.Methodik: Vier gesunde, unverletzte, m{\"a}nnliche Probanden zwischen 18 und 35 Jahren wurden einmalig auf dem M. quadriceps femoris mit fokussierten Sto{\ss}wellen behandelt. Ven{\"o}se Blutabnahmen erfolgten unmittelbar vor (Pre) und nach der Behandlung (Post), sowie 2, 6 und 24 Stunden (h) im Anschluss. Die Serumkonzentrationen der untersuchten Parameter wurden mittels antik{\"o}rperbasierter Nachweisverfahren (ELISA) bestimmt. Die Ver{\"a}nderungen wurden anschlie{\ss}end {\"u}ber Effektst{\"a}rken (Cohen{\textquoteright}s d) zum Ausgangswert analysiert.Ergebnisse: W{\"a}hrend sich die Sch{\"a}digungsmarker CK und LDH durch die Sto{\ss}wellenbehandlung kaum ver{\"a}nderten, wurden die Entz{\"u}ndungsmarker deutlicher beeinflusst. So wies Endostatin eine mittlere bis hohe Abnahme zu Post (dPost = -0,76) und 2h (d2h = -0,57) auf. Obwohl die Werte nach 6h nahezu das Ausgangsniveau erreichten (d6h = 0,30), war eine erneute Reduktion nach 24h (d24h = -0,64) zu beobachten. Beim MIF zeigte sich eine kurzfristige Abnahme (dPost = -0,68), die nach 2h von einer deutlichen Erh{\"o}hung (d2h = 0,96) gefolgt war. Nach 6 und 24h normalisierten sich die MIF-Werte auf Ausgangsniveau (d6h = 0,18; d24h = -0,07).Diskussion / Schlussfolgerungen: Anhand der Ergebnisse l{\"a}sst sich vermuten, dass die einmalige Sto{\ss}wellenapplikation keine bedeutsame Sch{\"a}digung der Skelettmuskulatur hervorruft. Allerdings scheinen Sto{\ss}wellen einen nicht zu vernachl{\"a}ssigen Einfluss auf muskul{\"a}re Entz{\"u}ndungsprozesse zu haben. Es erscheint daher notwendig, weitere Untersuchungen mit einem gr{\"o}{\ss}eren Stichprobenumfang und l{\"a}ngerem Messzeitraum durchzuf{\"u}hren, um die beobachtenden Tendenzen zu untermauern.",
author = "Quittmann, {Oliver Jan} and Bj{\"o}rn Haiduk and Beatrix Nagel and Tina Walter and Markus Nitzge and Thorsten Schiffer and Patrick Wahl and Wilhelm Bloch and Christos Tagarakis",
year = "2015",
month = sep,
day = "11",
language = "Deutsch",
volume = "7-8/2015",
pages = "184",
booktitle = "46. Deutscher Sport{\"a}rztekongress",
publisher = "Deutsche Zeitschrift f{\"u}r Sportmedizin",
note = "Deutscher Sport{\"a}rztekongress ; Conference date: 11-09-2015 Through 12-09-2015",

}

RIS

TY - CHAP

T1 - Stoßwellenbehandlung der Skelettmuskulatur

T2 - Deutscher Sportärztekongress

AU - Quittmann, Oliver Jan

AU - Haiduk, Björn

AU - Nagel, Beatrix

AU - Walter, Tina

AU - Nitzge, Markus

AU - Schiffer, Thorsten

AU - Wahl, Patrick

AU - Bloch, Wilhelm

AU - Tagarakis, Christos

N1 - Conference code: 46

PY - 2015/9/11

Y1 - 2015/9/11

N2 - Einleitung / Problemstellung: Die extrakorporale Stoßwellenbehandlung wird bei unterschiedlichen Erkrankungen und zur Regeneration verschiedener Gewebe eingesetzt. Um zu untersuchen, inwieweit Stoßwellen Schädigungs- oder Entzündungsprozesse auslösen können, wurde in der vorliegenden Pilotstudie ihr Einfluss auf die Serumkonzentration der Creatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH) Endostatin und den Hemmungsfaktor der Makrophagenmigration (MIF) untersucht.Methodik: Vier gesunde, unverletzte, männliche Probanden zwischen 18 und 35 Jahren wurden einmalig auf dem M. quadriceps femoris mit fokussierten Stoßwellen behandelt. Venöse Blutabnahmen erfolgten unmittelbar vor (Pre) und nach der Behandlung (Post), sowie 2, 6 und 24 Stunden (h) im Anschluss. Die Serumkonzentrationen der untersuchten Parameter wurden mittels antikörperbasierter Nachweisverfahren (ELISA) bestimmt. Die Veränderungen wurden anschließend über Effektstärken (Cohen’s d) zum Ausgangswert analysiert.Ergebnisse: Während sich die Schädigungsmarker CK und LDH durch die Stoßwellenbehandlung kaum veränderten, wurden die Entzündungsmarker deutlicher beeinflusst. So wies Endostatin eine mittlere bis hohe Abnahme zu Post (dPost = -0,76) und 2h (d2h = -0,57) auf. Obwohl die Werte nach 6h nahezu das Ausgangsniveau erreichten (d6h = 0,30), war eine erneute Reduktion nach 24h (d24h = -0,64) zu beobachten. Beim MIF zeigte sich eine kurzfristige Abnahme (dPost = -0,68), die nach 2h von einer deutlichen Erhöhung (d2h = 0,96) gefolgt war. Nach 6 und 24h normalisierten sich die MIF-Werte auf Ausgangsniveau (d6h = 0,18; d24h = -0,07).Diskussion / Schlussfolgerungen: Anhand der Ergebnisse lässt sich vermuten, dass die einmalige Stoßwellenapplikation keine bedeutsame Schädigung der Skelettmuskulatur hervorruft. Allerdings scheinen Stoßwellen einen nicht zu vernachlässigen Einfluss auf muskuläre Entzündungsprozesse zu haben. Es erscheint daher notwendig, weitere Untersuchungen mit einem größeren Stichprobenumfang und längerem Messzeitraum durchzuführen, um die beobachtenden Tendenzen zu untermauern.

AB - Einleitung / Problemstellung: Die extrakorporale Stoßwellenbehandlung wird bei unterschiedlichen Erkrankungen und zur Regeneration verschiedener Gewebe eingesetzt. Um zu untersuchen, inwieweit Stoßwellen Schädigungs- oder Entzündungsprozesse auslösen können, wurde in der vorliegenden Pilotstudie ihr Einfluss auf die Serumkonzentration der Creatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH) Endostatin und den Hemmungsfaktor der Makrophagenmigration (MIF) untersucht.Methodik: Vier gesunde, unverletzte, männliche Probanden zwischen 18 und 35 Jahren wurden einmalig auf dem M. quadriceps femoris mit fokussierten Stoßwellen behandelt. Venöse Blutabnahmen erfolgten unmittelbar vor (Pre) und nach der Behandlung (Post), sowie 2, 6 und 24 Stunden (h) im Anschluss. Die Serumkonzentrationen der untersuchten Parameter wurden mittels antikörperbasierter Nachweisverfahren (ELISA) bestimmt. Die Veränderungen wurden anschließend über Effektstärken (Cohen’s d) zum Ausgangswert analysiert.Ergebnisse: Während sich die Schädigungsmarker CK und LDH durch die Stoßwellenbehandlung kaum veränderten, wurden die Entzündungsmarker deutlicher beeinflusst. So wies Endostatin eine mittlere bis hohe Abnahme zu Post (dPost = -0,76) und 2h (d2h = -0,57) auf. Obwohl die Werte nach 6h nahezu das Ausgangsniveau erreichten (d6h = 0,30), war eine erneute Reduktion nach 24h (d24h = -0,64) zu beobachten. Beim MIF zeigte sich eine kurzfristige Abnahme (dPost = -0,68), die nach 2h von einer deutlichen Erhöhung (d2h = 0,96) gefolgt war. Nach 6 und 24h normalisierten sich die MIF-Werte auf Ausgangsniveau (d6h = 0,18; d24h = -0,07).Diskussion / Schlussfolgerungen: Anhand der Ergebnisse lässt sich vermuten, dass die einmalige Stoßwellenapplikation keine bedeutsame Schädigung der Skelettmuskulatur hervorruft. Allerdings scheinen Stoßwellen einen nicht zu vernachlässigen Einfluss auf muskuläre Entzündungsprozesse zu haben. Es erscheint daher notwendig, weitere Untersuchungen mit einem größeren Stichprobenumfang und längerem Messzeitraum durchzuführen, um die beobachtenden Tendenzen zu untermauern.

M3 - Konferenzbeitrag - Abstract in Konferenzband

VL - 7-8/2015

SP - 184

BT - 46. Deutscher Sportärztekongress

PB - Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

Y2 - 11 September 2015 through 12 September 2015

ER -

ID: 979693