Transfer und Umsetzung eines europäischen Präventionskonzeptes am Beispiel eines Gewichtsreduktionsprogramms unter besonderer Berücksichtigung kulturspezifischer Rahmenbedingungen in der Türkei

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@book{a8784e32fbc3439b9b2ad871982dfe5c,
title = "Transfer und Umsetzung eines europ{\"a}ischen Pr{\"a}ventionskonzeptes am Beispiel eines Gewichtsreduktionsprogramms unter besonderer Ber{\"u}cksichtigung kulturspezifischer Rahmenbedingungen in der T{\"u}rkei",
abstract = "Hintergrund:Das Problem {\"U}bergewicht und Adipositas w{\"a}chst stetig und hat das Ausma{\ss} einer weltweiten Epidemie angenommen. In hohem Ma{\ss}e sind auch die Menschen in der T{\"u}rkei von {\"U}bergewicht und Adipositas betroffen, beispielsweise aktuell 70,7 % der Frauen, und die Tendenz ist steigend. Manchmal kommen die nationalen Bem{\"u}hungen zu kurz oder sind der Problematik nicht genug gewachsen. Da das Problem {\"U}bergewicht ein Risikofaktor f{\"u}r die Entwicklung verschiedener Erkrankungen darstellt, die medizinische Behandlung zu erh{\"o}hten Belastungen des Gesundheitssystems f{\"u}hrt und am allerwichtigsten die Verschlechterung der Lebensqualit{\"a}t bedeutet, sollten die auf evidenzbasierter Grundlage aufbauende Pr{\"a}ventionskonzepte f{\"u}r alle Betroffenen zur Verf{\"u}gung stehen.In der vorliegenden Arbeit wurde ein f{\"u}r den deutschsprachigen Raum entwickeltes Pr{\"a}ventionskonzept „Das Turbo-Stoffwechsel-Prinzip“ zur Behandlung von {\"U}bergewicht unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in der T{\"u}rkei erprobt, um die Praktikabilit{\"a}t des Konstrukts in diesem Setting festzustellen, daraus den betroffenen {\"u}bergewichtigen und adip{\"o}sen Personen durch die zielgruppenorientierte Modifikation in der Abnehmpraxis eine evidenzbasierte Therapiem{\"o}glichkeit anzubieten und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bem{\"u}hungen in der Bek{\"a}mpfung von {\"U}bergewicht und Adipositas zu leisten.Methode:Um die Forschungsfrage in vollem Umfang beantworten zu k{\"o}nnen, wurde als erster Schritt das europ{\"a}ische Konstrukt unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in Form von Ern{\"a}hrungs- und Bewegungsinterventionen in der T{\"u}rkei (in Istanbul) erprobt, um einerseits die Effekte der Intervention festzustellen und andererseits die Praktikabilit{\"a}t und Umsetzbarkeit in originaler Form bei der Abnehmpraxis herauszufinden. Zu dieser Interventionsstudie wurde parallel das Gesundheitsverhalten der {\"u}bergewichtigen und adip{\"o}sen Personen mittels eines standardisierten Fragebogens detailliert erhoben, um eine breitere Basis f{\"u}r die zielgruppenspezifische Modifikation des Konstrukts zu bilden. Dar{\"u}ber hinaus wurden leitfadengest{\"u}tzte Experteninterviews und das Ern{\"a}hrungs- und Bewegungsprotokoll eingesetzt, um die offenen Fragestellungen zu beantworten und die Aktualit{\"a}t der Daten sicherzustellen. Dadurch ist eine g{\"a}nzliche zielgruppenspezifische Modifikation des europ{\"a}ischenPr{\"a}ventionskonzepts m{\"o}glich.Ergebnisse:Die Ergebnisse der Interventionsstudie belegen, trotz Schwierigkeiten bei der Umsetzung, dass die Bewegungs- und Ern{\"a}hrungsintervention hinsichtlich der Langzeiteffekte signifikante {\"A}nderungen in den meisten studienrelevanten Parametern zeigt, beispielsweise bei K{\"o}rpergewicht von 88,2 ± 16,0 auf 82,5 ± 16,0 (- 5,70 kg) bzw. 6,4 %, bei BMI von 33,45 ± 3,61 auf 31,24 ± 3,73 (- 2,21 kg/m2) bzw. 6,4 % und bei Taillenumfang von 103,7 ± 9,6 cm auf 92,9 ± 9,6 cm (- 10,8 cm) bzw. 10,4 %. Von 30 Probanden nahmen im Durchschnitt nur 7,62 ± 4,94 an den angeleiteten Bewegungseinheiten teil, bei den Ern{\"a}hrungsinterventionen waren es im Durchschnitt 15,25 ± 5,37 Probanden. Ein Drop-out nach 26 Wochen betrug 77 % (23 Personen).Die Ergebnisse der anderen Teilstudien, die im Rahmen dieser Arbeit eingesetzt wurden, belegen, dass das Bewegungs- und Ern{\"a}hrungsverhalten der in der T{\"u}rkei lebenden Personen von einer gesunden Lebensweise nach den DGE-Richtlinien weit entfernt ist. Das durchschnittliche Sitzverhalten betrug {\"u}ber 6,55 Stunden. Die vierte eingesetzte Methode, die zur Erhebung der aktuellen Ern{\"a}hrungs- und Bewegungsgewohnheiten der Einheimischen in der T{\"u}rkei sowie der in Deutschland lebenden T{\"u}rkeist{\"a}mmigen diente, belegte, dass keine signifikanten Unterschiede vom Ursprungsland hinsichtlich Ern{\"a}hrungs- und Bewegungsverhalten vorhanden sind und ein f{\"u}r die in der T{\"u}rkei lebenden Personen modifiziertes Konstrukt auch ohne weiteres bzw. ohne gro{\ss}e {\"A}nderungen in Deutschland eingesetzt werden k{\"o}nnte.Zusammenfassung:Wie die Ergebnisse der Interventionsstudie und im Weiteren die Ergebnisse der Experteninterviews offenlegen, ist die Ber{\"u}cksichtigung der kulturspezifischen Rahmenbedingungen, wie Erwartungen, Interessen und Vorlieben usw. der Zielgruppe, bei der inhaltlichen Gestaltung, Umsetzung und Etablierung des Konzeptes signifikant bedeutend, um die Menschen mit {\"U}bergewichtsproblemen zu erreichen und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bem{\"u}hungen in der Bek{\"a}mpfung von {\"U}bergewicht und Adipositas zu leisten.SchlagwortePr{\"a}ventionskonzept, Lebensstil-Intervention, Gewichtsreduktionsprogramm, Kultur, Therapie, Adipositas, Di{\"a}t, T{\"u}rkei",
author = "Erg{\"u}ven, {Ahmet Tarik}",
year = "2019",
language = "Deutsch",
publisher = "Deutsche Sporthochschule K{\"o}ln",

}

RIS

TY - BOOK

T1 - Transfer und Umsetzung eines europäischen Präventionskonzeptes am Beispiel eines Gewichtsreduktionsprogramms unter besonderer Berücksichtigung kulturspezifischer Rahmenbedingungen in der Türkei

AU - Ergüven, Ahmet Tarik

PY - 2019

Y1 - 2019

N2 - Hintergrund:Das Problem Übergewicht und Adipositas wächst stetig und hat das Ausmaß einer weltweiten Epidemie angenommen. In hohem Maße sind auch die Menschen in der Türkei von Übergewicht und Adipositas betroffen, beispielsweise aktuell 70,7 % der Frauen, und die Tendenz ist steigend. Manchmal kommen die nationalen Bemühungen zu kurz oder sind der Problematik nicht genug gewachsen. Da das Problem Übergewicht ein Risikofaktor für die Entwicklung verschiedener Erkrankungen darstellt, die medizinische Behandlung zu erhöhten Belastungen des Gesundheitssystems führt und am allerwichtigsten die Verschlechterung der Lebensqualität bedeutet, sollten die auf evidenzbasierter Grundlage aufbauende Präventionskonzepte für alle Betroffenen zur Verfügung stehen.In der vorliegenden Arbeit wurde ein für den deutschsprachigen Raum entwickeltes Präventionskonzept „Das Turbo-Stoffwechsel-Prinzip“ zur Behandlung von Übergewicht unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in der Türkei erprobt, um die Praktikabilität des Konstrukts in diesem Setting festzustellen, daraus den betroffenen übergewichtigen und adipösen Personen durch die zielgruppenorientierte Modifikation in der Abnehmpraxis eine evidenzbasierte Therapiemöglichkeit anzubieten und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen in der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas zu leisten.Methode:Um die Forschungsfrage in vollem Umfang beantworten zu können, wurde als erster Schritt das europäische Konstrukt unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in Form von Ernährungs- und Bewegungsinterventionen in der Türkei (in Istanbul) erprobt, um einerseits die Effekte der Intervention festzustellen und andererseits die Praktikabilität und Umsetzbarkeit in originaler Form bei der Abnehmpraxis herauszufinden. Zu dieser Interventionsstudie wurde parallel das Gesundheitsverhalten der übergewichtigen und adipösen Personen mittels eines standardisierten Fragebogens detailliert erhoben, um eine breitere Basis für die zielgruppenspezifische Modifikation des Konstrukts zu bilden. Darüber hinaus wurden leitfadengestützte Experteninterviews und das Ernährungs- und Bewegungsprotokoll eingesetzt, um die offenen Fragestellungen zu beantworten und die Aktualität der Daten sicherzustellen. Dadurch ist eine gänzliche zielgruppenspezifische Modifikation des europäischenPräventionskonzepts möglich.Ergebnisse:Die Ergebnisse der Interventionsstudie belegen, trotz Schwierigkeiten bei der Umsetzung, dass die Bewegungs- und Ernährungsintervention hinsichtlich der Langzeiteffekte signifikante Änderungen in den meisten studienrelevanten Parametern zeigt, beispielsweise bei Körpergewicht von 88,2 ± 16,0 auf 82,5 ± 16,0 (- 5,70 kg) bzw. 6,4 %, bei BMI von 33,45 ± 3,61 auf 31,24 ± 3,73 (- 2,21 kg/m2) bzw. 6,4 % und bei Taillenumfang von 103,7 ± 9,6 cm auf 92,9 ± 9,6 cm (- 10,8 cm) bzw. 10,4 %. Von 30 Probanden nahmen im Durchschnitt nur 7,62 ± 4,94 an den angeleiteten Bewegungseinheiten teil, bei den Ernährungsinterventionen waren es im Durchschnitt 15,25 ± 5,37 Probanden. Ein Drop-out nach 26 Wochen betrug 77 % (23 Personen).Die Ergebnisse der anderen Teilstudien, die im Rahmen dieser Arbeit eingesetzt wurden, belegen, dass das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der in der Türkei lebenden Personen von einer gesunden Lebensweise nach den DGE-Richtlinien weit entfernt ist. Das durchschnittliche Sitzverhalten betrug über 6,55 Stunden. Die vierte eingesetzte Methode, die zur Erhebung der aktuellen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten der Einheimischen in der Türkei sowie der in Deutschland lebenden Türkeistämmigen diente, belegte, dass keine signifikanten Unterschiede vom Ursprungsland hinsichtlich Ernährungs- und Bewegungsverhalten vorhanden sind und ein für die in der Türkei lebenden Personen modifiziertes Konstrukt auch ohne weiteres bzw. ohne große Änderungen in Deutschland eingesetzt werden könnte.Zusammenfassung:Wie die Ergebnisse der Interventionsstudie und im Weiteren die Ergebnisse der Experteninterviews offenlegen, ist die Berücksichtigung der kulturspezifischen Rahmenbedingungen, wie Erwartungen, Interessen und Vorlieben usw. der Zielgruppe, bei der inhaltlichen Gestaltung, Umsetzung und Etablierung des Konzeptes signifikant bedeutend, um die Menschen mit Übergewichtsproblemen zu erreichen und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen in der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas zu leisten.SchlagwortePräventionskonzept, Lebensstil-Intervention, Gewichtsreduktionsprogramm, Kultur, Therapie, Adipositas, Diät, Türkei

AB - Hintergrund:Das Problem Übergewicht und Adipositas wächst stetig und hat das Ausmaß einer weltweiten Epidemie angenommen. In hohem Maße sind auch die Menschen in der Türkei von Übergewicht und Adipositas betroffen, beispielsweise aktuell 70,7 % der Frauen, und die Tendenz ist steigend. Manchmal kommen die nationalen Bemühungen zu kurz oder sind der Problematik nicht genug gewachsen. Da das Problem Übergewicht ein Risikofaktor für die Entwicklung verschiedener Erkrankungen darstellt, die medizinische Behandlung zu erhöhten Belastungen des Gesundheitssystems führt und am allerwichtigsten die Verschlechterung der Lebensqualität bedeutet, sollten die auf evidenzbasierter Grundlage aufbauende Präventionskonzepte für alle Betroffenen zur Verfügung stehen.In der vorliegenden Arbeit wurde ein für den deutschsprachigen Raum entwickeltes Präventionskonzept „Das Turbo-Stoffwechsel-Prinzip“ zur Behandlung von Übergewicht unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in der Türkei erprobt, um die Praktikabilität des Konstrukts in diesem Setting festzustellen, daraus den betroffenen übergewichtigen und adipösen Personen durch die zielgruppenorientierte Modifikation in der Abnehmpraxis eine evidenzbasierte Therapiemöglichkeit anzubieten und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen in der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas zu leisten.Methode:Um die Forschungsfrage in vollem Umfang beantworten zu können, wurde als erster Schritt das europäische Konstrukt unter den kulturspezifischen Rahmenbedingungen in Form von Ernährungs- und Bewegungsinterventionen in der Türkei (in Istanbul) erprobt, um einerseits die Effekte der Intervention festzustellen und andererseits die Praktikabilität und Umsetzbarkeit in originaler Form bei der Abnehmpraxis herauszufinden. Zu dieser Interventionsstudie wurde parallel das Gesundheitsverhalten der übergewichtigen und adipösen Personen mittels eines standardisierten Fragebogens detailliert erhoben, um eine breitere Basis für die zielgruppenspezifische Modifikation des Konstrukts zu bilden. Darüber hinaus wurden leitfadengestützte Experteninterviews und das Ernährungs- und Bewegungsprotokoll eingesetzt, um die offenen Fragestellungen zu beantworten und die Aktualität der Daten sicherzustellen. Dadurch ist eine gänzliche zielgruppenspezifische Modifikation des europäischenPräventionskonzepts möglich.Ergebnisse:Die Ergebnisse der Interventionsstudie belegen, trotz Schwierigkeiten bei der Umsetzung, dass die Bewegungs- und Ernährungsintervention hinsichtlich der Langzeiteffekte signifikante Änderungen in den meisten studienrelevanten Parametern zeigt, beispielsweise bei Körpergewicht von 88,2 ± 16,0 auf 82,5 ± 16,0 (- 5,70 kg) bzw. 6,4 %, bei BMI von 33,45 ± 3,61 auf 31,24 ± 3,73 (- 2,21 kg/m2) bzw. 6,4 % und bei Taillenumfang von 103,7 ± 9,6 cm auf 92,9 ± 9,6 cm (- 10,8 cm) bzw. 10,4 %. Von 30 Probanden nahmen im Durchschnitt nur 7,62 ± 4,94 an den angeleiteten Bewegungseinheiten teil, bei den Ernährungsinterventionen waren es im Durchschnitt 15,25 ± 5,37 Probanden. Ein Drop-out nach 26 Wochen betrug 77 % (23 Personen).Die Ergebnisse der anderen Teilstudien, die im Rahmen dieser Arbeit eingesetzt wurden, belegen, dass das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der in der Türkei lebenden Personen von einer gesunden Lebensweise nach den DGE-Richtlinien weit entfernt ist. Das durchschnittliche Sitzverhalten betrug über 6,55 Stunden. Die vierte eingesetzte Methode, die zur Erhebung der aktuellen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten der Einheimischen in der Türkei sowie der in Deutschland lebenden Türkeistämmigen diente, belegte, dass keine signifikanten Unterschiede vom Ursprungsland hinsichtlich Ernährungs- und Bewegungsverhalten vorhanden sind und ein für die in der Türkei lebenden Personen modifiziertes Konstrukt auch ohne weiteres bzw. ohne große Änderungen in Deutschland eingesetzt werden könnte.Zusammenfassung:Wie die Ergebnisse der Interventionsstudie und im Weiteren die Ergebnisse der Experteninterviews offenlegen, ist die Berücksichtigung der kulturspezifischen Rahmenbedingungen, wie Erwartungen, Interessen und Vorlieben usw. der Zielgruppe, bei der inhaltlichen Gestaltung, Umsetzung und Etablierung des Konzeptes signifikant bedeutend, um die Menschen mit Übergewichtsproblemen zu erreichen und somit auch einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen in der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas zu leisten.SchlagwortePräventionskonzept, Lebensstil-Intervention, Gewichtsreduktionsprogramm, Kultur, Therapie, Adipositas, Diät, Türkei

M3 - Dissertationsschrift

BT - Transfer und Umsetzung eines europäischen Präventionskonzeptes am Beispiel eines Gewichtsreduktionsprogramms unter besonderer Berücksichtigung kulturspezifischer Rahmenbedingungen in der Türkei

PB - Deutsche Sporthochschule Köln

CY - Köln

ER -

ID: 3627302